Gewalt durch den Partner/die Partnerin ist eine Form der Gewalt zwischen zwei Menschen, die eine emotionale und/oder sexuelle Verbindung haben (Beziehung). Gewalt durch den Partner/die Partnerin zeigt häufig, dass keine Gleichberechtigung zwischen den Partnerinnen/den Partnern besteht.

Gewalt zwischen Partnerinnen/Partnern ist gesetzlich verboten.

Gewalt durch den Partner/die Partnerin kann in allen Klassen und Kulturen der Gesellschaft auftreten.

Formen von Gewalt durch den Partner/die Partnerin

Es gibt vier Arten der Gewalt durch den Partner/die Partnerin:

  • Psychologische Gewalt, wie zum Beispiel Beleidigungen, Erniedrigung, Drohungen oder Ignorieren der Partnerin/des Partners.
  • Körperliche Gewalt, wie zum Beispiel Schlagen, Treten, grobes Behandeln, die Partnerin/den Partner zwingen, schädliche Handlungen durchzuführen oder zu erdulden (z. B. Baden in zu heißem Wasser).
  • Sexualisierte Gewalt, wie zum Beispiel die Partnerin/den Partner zum Sex zwingen (Vergewaltigung), sie/ihn zwingen, sich Pornografie anzusehen.
  • Wirtschaftliche Gewalt, wie zum Beispiel die Entscheidung gegen ihren/seinenWillen, was mit Ihrem oder dem Geld Ihrer Partnerin/Ihres Partners geschehen soll, nicht genug Geld für den Haushalt bereitstellen, ihr/ihm notwendige materielle Güter verweigern.

Lösungen für Gewalt durch den Partner/die Partnerin

Wenn eine Diskussion droht, in Gewalt zu enden, gehen Sie an einen sicheren Ort, auch wenn es nur für kurze Zeit ist. Wenn Sie sicher sind, können Sie darüber nachdenken, was Sie tun müssen und was Sie tun können.

Es ist schwierig, Gewalt durch den Partner/die Partnerin allein zu lösen. Gewalt durch den Partner/die Partnerin tritt mit hoher Wahrscheinlichkeit mehr als einmal auf. Suchen Sie sich professionelle Hilfe, wie Ihre Ärztin/Ihren Arzt, die Polizei oder Krisenzentren. Wenn Sie möchten, können Sie eine Person, der Sie vertrauen, bitten, Sie zu begleiten. Sie können auch die Beratungsstelle für Gewalt durch den Partner/die Partnerin anrufen.

Professionelle Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter hören Ihnen dort zu, ohne Sie zu verurteilen. Sie halten auch die Schweigepflicht ein.

Wenn Sie die Gewalt beenden möchten, müssen Sie nicht notwendigerweise Ihre Beziehung beenden oder Ihren Partner/Ihre Partnerin verlassen. Egal welche Entscheidung Sie treffen, denken Sie immer an Ihre eigene Sicherheit und Ihr Wohlbefinden (bzw. das Ihrer Kinder).

es kann sein, dass Sie sich wenig selbstbewusst oder schuldig fühlen oder sich schämen. Sie haben keine Schuld. Diese Gefühle entstehen häufig durch die Gewalt durch den Partner/die Partnerin.

Wenn Sie Täter/Täterin sind, können Sie sich Hilfe suchen, um die Wiederholung der Gewalt durch den Partner/die Partnerin in Zukunft zu stoppen. Suchen Sie sich professionelle Hilfe.

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