Die Verhütungsspritze (Dreimonatsspritze)
Die Verhütungsspritze wird von einer Ärztin, einem Arzt oder einer medizinischen Fachkraft in einen Muskel oder unter die Haut der Frau gesetzt.
Sie verhindert drei Monate lang sehr sicher, dass die Frau schwanger wird.
Die Verhütungsspritze wird auch Dreimonatsspritze genannt.
Weil Hormone Nebenwirkungen haben können und die Verhütung damit nicht für jede Frau geeignet ist, muss für die Verhütungsspritze ein Rezept von einer Ärztin oder einem Arzt besorgt werden. Da sie häufig stärkere Nebenwirkungen hat als andere hormonelle Verhütungsmethoden, wird sie in Deutschland nur selten verschrieben.
Mit der Verhütungsspritze hat die Frau keinen natürlichen Zyklus und auch keinen Eisprung.
Wirkung
So wirkt die Verhütungsspritze:
- Sie verhindert den Eisprung.
- Sie macht es auch den Spermien (Samenzellen) schwer, in die Gebärmutter hineinzukommen.
- Die Schleimhaut in der Gebärmutter baut sich weniger auf, sodass sich keine Eizelle einnisten kann.
So wird die Verhütungsspritze gegeben
Bevor die Verhütungsspritze gesetzt wird, prüft die Ärztin oder der Arzt, dass die Frau sicher nicht schwanger ist.
Die Spritze wird in den Muskel am Oberarm oder am Po, unter die Haut am Bauch oder am Oberschenkel gesetzt. Die Verhütungsspritze wirkt dann sofort. Die nächste Spritze wird nach 12 bis 14 Wochen gesetzt.
Das verringert die Sicherheit
Wenn die nächste Spritze später als 14 Wochen nach der letzten Spritze gegeben wird, ist die Verhütung nicht mehr sicher. Dann muss bis zur nächsten Spritze und die ersten 7 Tage danach zusätzlich verhütet werden, zum Beispiel mit Kondomen.
Auswirkungen auf die Gesundheit
- Nach längerer Anwendung (länger als zwei Jahre) besteht die Gefahr einer Verringerung der Knochendichte.
- Häufiger als bei anderen hormonellen Verhütungsmethoden nehmen Frauen an Gewicht zu, vor allem wenn sie bereits übergewichtig sind.
- Wenn starke Nebenwirkungen auftreten, kann die Anwendung nicht vorzeitig gestoppt werden, weil die Wirkung drei Monate lang anhält.
- Die Menstruation (Monatsblutung) bleibt nach einigen Wochen oft weg. Das kann für Frauen mit starken Blutungen und Regelschmerzen entlastend sein.
Kosten
Eine Verhütungsspritze kostet zwischen 27 und 32 Euro. Eine Packung mit sechs Spritzen ist deutlich preiswerter. Es können noch Kosten für das Setzen der Spritze von bis zu 15 Euro hinzukommen.
Wenn junge Frauen in einer gesetzlichen Krankenkasse versichert sind, können bis zum 22. Geburtstag die Kosten für die Verhütungsspritze möglicherweise übernommen werden. Fragen Sie dazu Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.










