Das Verhütungspflaster (Hormonpflaster)

Das Verhütungspflaster sieht aus wie ein normales Pflaster, gibt aber Hormone ab, die eine Schwangerschaft verhindern. Weil Hormone Nebenwirkungen haben können und die Verhütung damit nicht für jede Frau geeignet ist, muss für das Verhütungspflaster ein Rezept von einer Ärztin oder einem Arzt besorgt werden.

Mit dem Verhütungspflaster hat die Frau keinen natürlichen Zyklus und keinen Eisprung.

Wird das Pflaster immer pünktlich gewechselt, verhütet es sehr zuverlässig.

Wirkung

So wirkt das Verhütungspflaster:

So wird das Verhütungspflaster angewendet

Das Verhütungspflaster ist etwa 4,5 x 4,5 Zentimeter groß und wird wie ein normales Pflaster aufgeklebt. Es kann auf den Bauch, den Po oder an eine beliebige andere Stelle am Oberkörper aufgeklebt werden, nicht aber auf die Brüste.

Drei Wochen lang wird alle sieben Tage ein neues Pflaster aufgeklebt. Dann folgt eine Woche ohne ein Pflaster. Danach wird mit einer neuen Pflasterpackung weitergemacht.

Meistens kommt es in den sieben Tagen ohne Pflaster zu Blutungen, die jedoch schwächer und kürzer sind als die natürliche Menstruation (Monatsblutung). Auch an diesen Tagen besteht der Schutz vor einer Schwangerschaft.

  1. Reißen Sie die Verpackung auf. An der Seite der Verpackung befindet sich ein kleiner Einschnitt, der das erleichtert.
  2. Öffnen Sie die Verpackung.
  3. Nehmen Sie das Pflaster mit der Deckfolie aus der Verpackung.
  4. Ziehen Sie die durchsichtige Deckfolie zur Hälfte ab.
  5. Kleben Sie das Pflaster auf den Bauch, den Po oder an eine beliebige andere Stelle am Oberkörper, nicht auf die Brüste. Die Haut muss trocken und unverletzt sein und darf an dieser Stelle nicht eingecremt sein.
  6. Entfernen Sie den Rest der Deckfolie und drücken Sie fest auf das Hautpflaster.
  7. Entfernen Sie das Pflaster nach einer Woche. Kleben Sie in der zweiten und dritten Woche jeweils ein neues Pflaster auf. In der vierten Woche verwenden Sie kein Pflaster. Danach beginnen Sie wieder von vorne.

Das verringert die Sicherheit

  • Wenn sich ein Pflaster ablöst und mehr als 24 Stunden lang kein neues aufgeklebt wird: Dann muss sieben Tage lang zusätzlich verhütet werden, zum Beispiel mit Kondomen. Hatten Sie in der Zeit ungeschützten Geschlechtsverkehr, kommt möglicherweise die „Pille danach“ in Frage.
  • Wenn Sie Medikamente gegen Epilepsie und Viruserkrankungen sowie spezielle Antibiotika gegen Tuberkulose oder Präparate mit Johanniskraut nehmen: Fragen Sie dazu Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.

Auswirkungen auf die Gesundheit

  • Manche Frauen bekommen von den Hormonen im Verhütungspflaster Übelkeit, Schwindel, Kopfschmerzen und Stimmungsschwankungen. Auch depressive Verstimmungen und sexuelle Lustlosigkeit sind möglich.
  • Das Verhütungspflaster erhöht leicht das Risiko für Thrombosen, einen Herzinfarkt, einen Schlaganfall und bestimmte Krebserkrankungen. Schwere gesundheitliche Probleme sind aber selten.
  • Die Blutungen sind meist etwas schwächer, kürzer und weniger schmerzhaft als die natürliche Menstruation.
  • Im Bereich der Klebestelle kann es zu einer Reizung der Haut kommen.

Kosten

Das Verhütungspflaster kann nur mit einem Rezept in der Apotheke gekauft werden. Eine Packung mit drei Pflastern kostet etwa 22 Euro, als Dreimonatspackung etwas mehr als 40 Euro.

Wenn junge Frauen in einer gesetzlichen Krankenkasse versichert sind, können bis zum 22. Geburtstag die Kosten für das Verhütungspflaster übernommen werden. Fragen Sie dazu Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.

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